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Ärztliche Gedanken zu den Agrarinitiativen

Bild: de.wikipedia.org

Bezüg­lich der Pes­ti­zide gibt es klare Hin­weise für eine erhöh­tes Auf­tre­ten von Krebs­er­kran­kun­gen und neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen bei chro­ni­scher Expo­si­tion mit Pes­ti­zi­den selbst in gerin­gen Dosen.

Eine wis­sen­schaft­lich zuver­läs­sige Meta-Analyse ergab 2017, dass Men­schen mit berufs­be­ding­ter Expo­si­tion mit Pes­ti­zi­den ein mehr als 50 % höhe­res Risiko haben, an Par­kin­son zu erkran­ken. Pes­ti­zide blei­ben tra­gi­scher­weise über Jahr­zehnte in den Böden und gelan­gen auch ins Trink­was­ser. Da Trink­was­ser und Böden zusätz­lich auch durch Stickstoff-Überfrachtung belas­tet sind, wel­che aus der Nutz­tier­hal­tung ent­steht, for­dert die Trinkwasser-Initiative zudem, dass nur so viele Tiere auf einem Hof gehal­ten wer­den sol­len, wie mit Fut­ter aus der Umge­bung ernährt wer­den kön­nen. Im Mit­tel­land ent­hält das Trink­was­ser man­cher­orts erhöhte Nitrat­werte, was einer neue­ren Stu­die zufolge mit einem erhöh­ten Darmkrebs-Risiko ein­her­geht.

 

Liebe Bau­ern, ihr seid nicht schuld daran, dass die Gefahr der Pes­ti­zide und Nitrate frü­her unter­schätzt wurde. Die Initia­ti­ven tref­fen euch hart, aber aus gesund­heit­li­cher Sicht sind sie nötig.

 

Regula Streck­ei­sen, Dr. med., Romans­horn