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Bericht zur Parteiversammlung vom 16. August 2021 in Kreuzlingen

2 x Nein: Die Thur­gauer EVP fasste am 16.8.21 in Kreuz­lin­gen ihre Paro­len zu den bei­den Abstim-mungsvorlagen vom 26.9.2021. Die 99 %-Initia­tive wie auch die Geset­zes­vor­lage ‘Ehe für alle’ wur­den gross­mehr­heit­lich abge­lehnt.

Bri­gitte Hald­i­mann, Prä­si­den­tin des Bezirks der EVP Kreuz­lin­gen orga­ni­sierte den Anlass in der Chrischona Kreuz­lin­gen. Im Zen­trum stan­den die bei­den eid­ge­nös­si­schen Abstim­mungs­vor­la­gen.

 

Bei der 99 %-Initia­tive wur­den die Argu­mente von Jan­nis Gug­gis­berg, JUSO Thur­gau (pro) und Peter Büh­ler, Gross­rat CVP (kon­tra) vor­ge­tra­gen. J. Gug­gis­berg führte aus, dass 1 % der Bevöl­ke­rung über 40 % des Gesamt­ver­mö­gens ver­füg­ten. Die Initia­tive will unter dem Aspekt von mehr Gerech­tig­keit eine Umver­tei­lung der Ver­mö­gens­werte an die 99 % der Men­schen, die zur Ver­mö­gens­bil­dung mit ihrer Arbeit beige­tra­gen hät­ten. P. Büh­ler bemän­gelte, dass viele Punkte der Initia­tive unklar bzw. zu offen for­mu­liert seien. Familien-KMU’s wären gezwun­gen, wegen der neuen Steuer ihre Aus­schüt­tun­gen (Ein­kom­men) zulas­ten der Betriebs­rech­nung zu erhö­hen. Ver­mö­gen (viel­fach in Form von Aktien der Besit­zer) sei nicht nega­tiv, aber für den Fort­be­stand der Fir­men wich­tig. In der Dis­kus­sion fand das Grund­an­lie­gen grund­sätz­lich Sym­pa­thien, in der Aus­ge­stal­tung wusste es nicht zu über­zeu­gen, wes­halb die Versamm­lung die Nein-Parole beschloss.

 

Bei der ‘Ehe für alle’ argu­men­tierte Lorenz Weber, jglp, dass im Gesetz nir­gends stehe, dass die Ehe für Nicht­he­teropaare ver­bo­ten sei und des­halb das Recht auf Ehe für alle gewähr­leis­tet sei. Unter dem Gesichts­punkt der Gleich­be­rech­ti­gung wür­den homo­se­xu­elle Paare von der erleich­ter­ten Ein­bür­ge­rung pro­fi­tie­ren, les­bi­sche Paare zudem von der Samen­spende. Chris­tian Stri­cker, EVP, will an der heu­ti­gen Ehe von Mann und Frau als Grund­bau­stein der Gesell­schaft fest­hal­ten, die in die­ser Form Klar­heit und eine kon­se­quente Diver­si­tät ver­kör­pert. Sie trage auch dazu bei, dass Kin­dern ihre bio­lo­gi­schen Eltern nicht vor­ent­hal­ten wer­den. Aus dem Ple­num wurde argu­men­tiert, dass diese anvi­sierte Gerech­tig­keit neue Unge­rech­tig­kei­ten zulas­ten der Kin­der schaffe. Die Her­kunfts­frage sei für Kin­der ele­men­tar, wes­halb die Vor­lage mit der Samen­spende über­la­den sei. Eine grosse Mehr­heit der Stimm­be­rech­tig­ten lehnte die Vor­lage des­halb ab.

 

Die Anwe­sen­den kamen zudem in den Genuss des 3-minütigen Wer­be­films der jevp, der im Rah­men der Mit­glie­der­wer­bung zum Ein­satz kommt.

Prä­si­dent Wolf­gang Acker­knecht wür­digte in einem Rück­blick das Leben des am 8.6.2021 ver­stor­be­nen Mit­glieds Peter Glatz. Er war Gemeinde-, Stadt- und Kan­tons­rat und nahm bis vor kur­zem aktiv am Ver­eins­le­ben unse­rer Par­tei teil. Wir wol­len ihm ein ehren­des Anden­ken bewah­ren.