Der Bericht zur Gründungsfeier

 

 

Anfangs Jahr haben sich drei junge Leute aus dem Kanton

zusammengeschlossen, um eine Junge EVP zu gründen (Die Thurgauer Akzente

haben darüber berichtet). Am 6. Oktober fand die mit Spannung erwartete

Gründungsfeier statt. Mit dabei: Parteiprominenz aus der ganzen Schweiz.

Bereits als ich in Frauenfeld zu Fuss die Bahnunterführung erreiche, weht mir

erfrischende EVP-Luft entgegen. Überall hängen blaue Schilder mit dem jevp-

Logo: an der Betonwand, an Fenstern und Strassenlampen. Wenige Schritte

entfernt befindet sich ein Bistro: «Be you» – «sei dich selbst» – ein passender

Name für die Gründungsfeier einer Jungpartei. Alles ist vorbereitet und es sind

bereits einige Leute da. Rund 30 sind es, als Simon Frey, Vize-Regionalkoordinator

der jevp Thurgau, vor das Mikrofon tritt und als allererstes Martin Luther zitiert:

«Jugend ist wie Most (Saft vom Fass): der lässt sich nicht halten, er muss

vergären und überlaufen». Sein Fazit: er wünscht sich, dass wir Jungen

zusammen mit den erfahreneren Politikern die Zukunft bauen, anstatt dass wir

sie von ihnen bauen lassen. Anschliessend ermutigt uns EVP-Nationalrat Nick

Gugger, der extra für den Anlass angereist ist: wir Jungen sollen unser Gesicht

zeigen, Rechte einfordern, die Mutterpartei herausfordern. Als persönlichen Tipp

verrät er uns das Rezept, welches ihn in seinem Leben, gerade in Bezug auf die

Politik, am meisten weitergebracht hat: regelmässig Gemeinschaft pflegen und

sich austauschen.

Apropos Rezept – Wolfgang Ackerknecht, Parteipräsident der EVP Thurgau, hat

den jungen Politikern eine Menükarte mitgebracht: «Smell – Feel – Cook – Eat»

(schmecke – fühle – koche – esse) steht darauf. Als Politiker muss man seine Nase

in die Luft strecken, schmecken und sich fragen: was geht gesellschaftlich und

politisch ab in meinem Umfeld? Ein wichtiger Teil vom Schmecken besteht darin,

sich zu informieren. Und so ist denn auch sein erstes Geschenk an die

Jungpolitiker – eine Tageszeitung. Doch beim Schmecken allein soll es nicht

bleiben: Was machen diese News mit der Gesellschaft, wie beeinflusst das

politische Klima die Leute um uns herum? Dafür steht das «Feel». Beim Stellen

dieser Fragen sollen wir uns bewusst und immer wieder auf Gott ausrichten. Das

passende Geschenk dazu: ein Kompass und ein Fiebermesser. Zum Kochen

benötigt man natürlich noch ein Kochbuch: das Parteiprogramm mit vielen guten

und nützlichen Tipps. Und eben – der Hinweis, dass man das Essen so zubereiten

muss, dass es auch geniessbar ist – denn die Welt wartet auf gute Menüs. Und

damit das Essen erst geniessbar wird, braucht es Salz – Jesus. Er soll am

Ursprung unserer Haltung, Prägung und unserer Handlungen stehen. Durch ihn

wird ein echter Unterschied in der Welt erst möglich. Und zum Schluss – das

Essen geniessen, zusammen mit unseren Nächsten.

Auch Raphael Hählen, Generalsekretär der Jungen EVP Schweiz hat, Geschenke

für die neue Regionalkoordinatorin und den Vorstand mitgebracht: Traubenzucker

für den Durchhaltewillen an anstrengenden Sitzungen, Bleistifte, um die guten

Ideen aufzuschreiben, einen Radiergummi – denn manchmal müsse man bereit

sein, seine Positionen zu überdenken. Auch er ermutigt zur Gemeinschaft und

fügt hinzu, dass es wichtig sei, sich zu vernetzen.

Bevor Wolfgang unsere Regionalkoordinatorin und den Vorstand offiziell einsetzt,

müssen sie noch beweisen, dass sie Puste haben. Es gilt, einen Ballon in weniger

als 5 Sekunden aufzublasen. Das Resultat: ja, Puste haben sie, Potential nach

oben ist aber noch vorhanden. Das soll ja auch so sein.

 

Text: Jon-Peider Denoth, *jevp TG Mitglied und Redakteur Thurgauer Akzente, leicht revidiert von: Pascale Leuch, Regionalkoordinatorin *jevp TG und Vorstand EVP Kreuzlingen